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Diskriminierung im Berufsleben – Glaube an dich!

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit pme Familienservice entstanden.

Hallo, du,

schön, dass du wieder hier auf meinem Blog bist.

Heute beginnt eine Reihe von neuen Blogbeiträgen, die in Kooperation mit dem pme Familienservice entstanden sind.

Wer ist der pme Familienservice?

Die pme Familienservice Gruppe steht Berufstätigen bei Krisen zur Seite, z.B. bei Konflikten am Arbeitsplatz, Sucht- oder Partnerschaftsproblemen.

Eltern unterstützt die pme Familienservice Gruppe dabei, die passende Kinderbetreuung zu finden und bietet in über 60 Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen hochwertige und flexible Pädagogik. Im Rahmen der pme Akademie werden Seminare, Workshops und Coachings zum Themenkomplex Personalführung und Personalentwicklung angeboten.

Ich freue mich sehr auf diese Kooperation und über die Möglichkeit, weitere Menschen mit meiner Arbeit zu erreichen. Es wird in den Beiträgen über meine Erfahrungen und Erlebnisse in Bezug auf Diskriminierung und Body-Positivity gehen – und meine persönliche Entwicklung.
Die Kampagne #dickimgeschäft möchte Menschen mit Mehr helfen, sichtbarer zu werden, denn genau das fehlt uns weiterhin: Die Sichtbarkeit in der heutigen Gesellschaft.

Klein-Tanja’s Ambitionen

Klein-Tanja wollte früher eigentlich Sängerin werden. Ja, so richtig mit allem. Camera, Lights, Action!

Sandra und Jennifer Rush waren für mich große Vorbilder, und ich wollte unbedingt in der Musikgruppe von Rolf Zuckowski mitsingen. Ich bin ein Kind der 80er – diese Namen sagen dir vielleicht noch etwas. Oder ich bin einfach schon zu alt oder du noch grün hinter den Ohren. *lach*

Als die Mini-Playback-Show lief, klebte ich vor der Mattscheibe und sang mit, zum Leidwesen meiner Eltern:) Ich spielte regelmäßig Karaoke in meinem Kinderzimmer und die Gel-Tube war mein Mikro. Ich sang im Chor, hatte kleine Auftritte in der Schule, und irgendwann hatte meine Musikklasse gemeinsam mit Rolf Zuckowski einen Auftritt bei einer TV-Show. Ich war so sauer, dass meine Klassenkameradin Nicola damals das Solo mit Rolf bekam.

Die beste Belohnung war aber die Showeinlage von Jennifer Rush, die mit Nebelschwaden und großen Scheinwerfern stattfand. Ich trat in der gleichen Sendung auf wie Jennifer Rush. Du kannst dir nicht vorstellen, wie Klein-Tanja sich damals fühlte. #Superstarlike

Ich stand mit offenem Mund vor der gefühlt drei Meter hohen Bühne und sah eines meiner Idole.
Das will ich auch einmal machen! Davon erzählte ich allen Menschen in meinem Umfeld.

Irgendwann entmutigte mich die Mutter einer Freundin und machte meine kindlichen Ambitionen mit nur einem Satz zunichte. „Das schaffst du eh nicht!“ Warum auch immer ich mir diesen Satz gemerkt habe, er machte mich damals so traurig. Ich verstand nicht, wie Erwachsene so sein können.

Erfahrungen im Berufsleben

Wenn ich an meinen beruflichen Werdegang denke, dann ist mir des öfteren das begrenzte Denken anderer in die Quere gekommen. Ich habe nur einfach nie darauf gehört.*hi,hi*

Ich bin ein echter Dickkopf, würde meine Mutter sagen. Wenn ich etwas will, dann mache ich solange weiter bis ich es erreiche.

Ich machte eine Ausbildung zur Fremdsprachenassistentin, arbeitete als leitende Sekretärin, studierte drei Semester und fand das Studium furchtbar langweilig. Die Mensa kam mir vor wie ein Catwalk.:)

Ich bekam ein Kind, ging nach knapp zwei Monaten wieder jobben, machte eine Ausbildung zur Visagistin und Kosmetikerin und machte auf einer Leidenschaft einen Beruf. Später machte ich mich selbstständig, absolvierte mehrere Weiterbildungen und fing 2013 mit dem Kurvenrausch Blog und den Kurvenrausch Fashion Days an.

Barrieren und Begrenzungen wollte ich bisher für mich noch nie akzeptieren und so habe ich meistens alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe.

Hier einige Beispiele:
„ Sie sind leider zu dick fürs Büro“,sagte man mir mal bei einem Bewerbungespräch. Hat mich nicht daran gehindert, mich weiter zu bewerben.

„Studieren mit kleinem Kind? Sind sie Wahnsinnig? Ein Kind braucht doch seine Mutter! Ich könnte Sie im Call Center unterbringen.“ -Sachbearbeiter beim Arbeitsamt.

„Sie wollen sich selbstständig machen? Ohne Partner wird das schwierig“- Beratungsstelle für Selbstständige

„Also, eine Visagistin habe ich mir irgendwie schlanker vorgestellt!“ – Kundin
„Warum soll mich diese dicke Visagistin schminken? Was, die ist erst gerade mit ihrer Ausbildung fertig?“ -panisches Model
„Sie wollen eine Fashion Show für große Größen etablieren – ha,ha.!“ – Redakteurin

Ich habe viele solcher Nebensätze in meinem Berufsleben gehört. Kleine, versteckte Beleidigungen, abschätzende Blicke, das Nichtvertrauen in meine Arbeit.
Egal in welchem Tätigkeitsfeld und auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Ganz oft habe ich diese Anfeindungen auf mein Gewicht bezogen und mich danach schrecklich gefühlt. Leider sind nicht alle Menschen auf diesem Planeten feinfühlig und wohlwollend.

Die positiven Reaktionen auf meine Arbeit haben bei mir immer überwiegt .

Glaube nicht alles was andere dir sagen

Wir haben immer eine Wahl.
Wir müssen den Gedanken anderer nicht glauben sondern uns selbst genug vertrauen. Wir kennen uns am besten!


Wusstest du?

Dicke Menschen haben es statistisch gesehen im Berufsleben schwerer als ihre schlanken Mitmenschen. Sie werden öfter diskriminiert und schlechter bezahlt. Man traut ihnen weniger zu und es ist fast so, als möchte man ihnen gewisse Dinge wie Erfolg und Attraktivität absprechen.

Als gebe es keine dicken und erfolgreichen Menschen auf diesem Planeten.

Ich behaupte, dass es davon genug gibt, wir sie nur nicht wahrnehmen oder kennen.
Dicke Menschen haben nach wie vor kaum eine Lobby in Deutschland. Wir sind kaum in den Medien vertreten, werden oft als faul und lustig abgestempelt. Das dieses Bild längst veraltet ist beweisen viele „Betroffene“ jeden Tag aufs Neue. Da lobe ich mir Instagram und die Sozialen Medien, die endlich Raum machen für uns.

Wichtig ist, dass wir selbst der beste Gegenbeweis werden zum typischen Schubladendenken.
Das wir uns nicht von den Grenzen anderen limitieren lassen und an uns glauben. Dass wir lernen andere vom Gegenteil zu überzeugen und für uns selbst einstehen.
Und das wir denen, die keine Stimme haben eine laute Stimme geben.

Und die Gesangskarriere..

Die habe ich tatsächlich ad akta gelegt und ertappe mich aber hin und wieder dabei, dass ich gerne Gesangsunterricht nehmen würde. Ich bin leidenschaftliche Beifahrer-Sängerin, Dusch-Opern-Queen und Homeoffice Solo Künstlerin. Diese Errungenschaften machen mich glücklich und zufrieden. Und das ist doch das Wichtigste.

Alles Liebe,

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